Menstruationsbeschwerden, Schwangerschaft & Histamin

Publiziert am 27. April 2014 von DHA

Viele Frauen leiden an den ersten Tagen ihrer Menstruation unter krampfartigen Bauchschmerzen, zyklusabhängigen Kopfschmerzen oder anderen Beschwerden.

Steht das in Zusammenhang mit der Histaminunverträglichkeit?

Relativ allgemein ausgedrückt kann man wohl sagen, dass das komplexe Hormonsystem beim Thema Histaminintoleranz eine wichtige Rolle spielt und da es bei Frauen im Alter um die 40 Jahre (während der Abnahme der weiblichen Geschlechtshormone) häufig zu histaminbedingte Beschwerden kommt, ist diesbezüglich wohl insgesamt von einen Zusammenhang auszugehen.

Im weiblichen Genitaltrakt wird Histamin vor allem von den Mastzellen, einigen anderen Zellen und einer Gruppe von Gewebshormonen im Uterus und den Eierstöcken gebildet. Kommt es nun zu Beginn der Menstruation zu verstärkten Kontraktionsbewegungen der Gebärmutter führt dies zu Regelschmerzen und es wird durch die Kontraktionen verstärkt Histamin ausgeschüttet. Der Histaminspiegel steigt also in dieser Zeit insgesamt automatisch an. Nebst Bauch- und Kopfschmerzen können parallel dazu auch noch andere Organe wie zum Beispiel der Magen-Darm-Trakt in Mitleidenschaft gezogen werden und es kann in dieser Zeit plötzlich zu Übelkeit und Durchfall kommen.

Außerdem liegt das histaminabbauende Enzym – die Diaminoxidase – am Anfang der Menstruation nur in abgeschwächter Form vor, was die körperliche Situation und den Histaminabbau insgesamt zusätzlich beeinträchtigt und belastet.

Interessanterweise ist dagegen der Diaminoxidasewert in der Plazenta ab dem 3 Schwangerschaftsmonat um das 300-500 fache erhöht. So hat es die Natur vorgesehen den Embryo vor Kontraktionen der Gebärmutter oder einer anderweitig histaminbedingten Abstoßung zu schützen. Insgesamt lässt sich während einer Schwangerschaft eine enorme Senkung des Histaminspiegels beobachten. Einige betroffene Frauen sind in dieser Zeit nahezu symptomfrei, dieser Effekt verschwindet jedoch leider nach der Geburt wieder relativ rasch.

Des Weiteren hat die Pille tiefgreifenden Auswirkungen auf dem gesamten Vitamin B Stoffwechsel. Das für die Produktion der Diaminoxidase so notwendige Vitamin B 6 ist davon besonders betroffen. Der Bedarf an Vitamin B 6 ist bei Frauen, die die Pille nehmen ca. fünf bis zehn Mal höher wie vergleichsweise bei Frauen, die die Pille nicht nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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